Wenn das Wasser ausgeht, Teil 1
Wie wichtig ist Wasser für den Körper?
Wenn es darum geht, den menschlichen Körper am Laufen zu halten, ist nichts so essenziell wie Wasser. Der Körper kommt lange Zeit ohne größere Kalorienmengen aus, ohne Wasser überlebt er dagegen nicht lange.
Unser Körper passt sich an Notsituationen erstaunlich gut an. Er kann sogar seine Notreserven an Glukose, Eiweiß und Fett anzapfen, damit deine Organe weiterarbeiten, auch wenn du kaum etwas isst. Fehlt jedoch Wasser, fährt er schlicht ein System nach dem anderen herunter, bis eine tödliche Dehydration eintritt.
Merk dir: Unser Bedarf an regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr ist etwas völlig anderes als unser Bedürfnis zu essen.
Der menschliche Körper besteht zu mehr als 60 Prozent aus Wasser und braucht dieses “Lebenselixier” für die Thermoregulation und viele weitere Körperfunktionen.
Was passiert, wenn du in der Wildnis nicht schnell genug Wasser findest?
Viele Faktoren bestimmen, wie schnell ein Mensch dehydriert. Stress, Erschöpfung, Hitze- oder Kälteeinwirkung: Das sind nur einige der Einflüsse, die vorhersagen, wie schnell du Wasser verlierst.
Hier sind einige häufige Anzeichen von Dehydration:
- Unerklärliche Benommenheit
- Trockener Mund und Rachen
- Raue oder heisere Stimme
- Erschöpfung
- Anhaltender Stress
- Trockene Augen, die zu Reizungen und verschwommenem Sehen führen können
- Seltener Harndrang
- Geringe Urinmenge
- Verminderte Ausdauer
- Verminderte Kraft und Schnelligkeit
- Muskelschwäche
- Verstopfung
Wie viel Wasser verliert ein Mensch durchschnittlich?
In warmer oder heißer Umgebung kannst du bei anhaltender körperlicher Aktivität bis zu 19 Liter Wasser verlieren.
Ist Wasser knapp, solltest du deinen körpereigenen Wasserhaushalt schonen: Beweg dich vor allem in den Abendstunden und trink kleine, häufige Schlucke aus deiner Wasserflasche.
Wenn du den ganzen Tag in sehr heißer Umgebung läufst und arbeitest, können Symptome von Dehydration und Überhitzung einsetzen.
Woran erkennst du, dass du dehydriert bist?
Der schnellste Weg, deinen Flüssigkeitsstatus zu prüfen, ist ein Blick auf die Farbe deines Urins.
Ist dein Urin nahezu farblos und die Menge ordentlich, bist du gut hydriert und kannst auch bei warmem Wetter gefahrlos anstrengende Aktivitäten durchführen.
Ist dein Urin dagegen dunkelgelb bis fast teefarben, bist du bereits dehydriert. Die allgemeine Empfehlung lautet in diesem Fall: sofort Wasser trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen.
Auch die Häufigkeit des Wasserlassens ist ein guter Indikator für den Hydrationsstatus.
Wenn du 10 bis 12 Stunden am Stück nicht urinierst, befindet sich dein Körper vermutlich im Notzustand, weil er dehydriert ist. Du produzierst kaum Urin, weil dein Körper verzweifelt an dem Wasser festhält, das ihm noch zur Verfügung steht.
Welche kurzfristigen Strategien helfen beim Wassersparen?
Wenn du nur sehr wenig Wasser hast, musst du dich beim Haushalten mit dieser kostbaren Ressource besonders anstrengen. Hier sind einige bewährte Survival-Tipps:
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Begrenze deine Wasseraufnahme. Wenn du zu häufig trinkst, reagiert dein Körper mit erhöhter Urinproduktion (die ausgeschieden werden muss), und deine Wasservorräte schrumpfen schneller. Setze kurzfristig mit dem Trinken aus und lass deinen Körper das Wasser maximal nutzen, das er bereits hat.
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Meide harntreibende Mittel. Alkoholische und koffeinhaltige Getränke sind eine schlechte Idee, wenn du dehydriert bist. Sie enthalten harntreibende Substanzen, die den Körper dazu bringen, häufiger Wasser auszuscheiden.
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Überanstrenge dich nicht. Intensive körperliche Aktivität steigert die Wärmeproduktion der Muskeln. Steigt die Körpertemperatur, nutzt der Körper Wasser für die Schweißproduktion, um sich abzukühlen. Die erhöhte Schweißbildung dehydriert dich.
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Halte deine Körpertemperatur normal. Du kannst deinem Körper Erleichterung verschaffen, indem du deine Haut so kühl wie möglich hältst. Jedes verfügbare Gewässer ist dafür geeignet, solange es sauber ist. Selbst ein Bad in Salzwasser kann dich kühlen.
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Setze auf Kohlenhydrate. Wenn du mit wenig Wasser in der Wildnis unterwegs bist, meide protein- und fettreiche Lebensmittel. Diese Makronährstoffe benötigen mehr Wasser für Verdauung und Abbau.
Deine Muskeln brauchen in erster Linie Glukose, also halte dich kurzfristig an Kohlenhydratquellen. Kohlenhydrate benötigen wenig Flüssigkeit für die Verdauung und sind ideal, wenn Wasser knapp ist.
- Atme richtig. Richtiges Atmen läuft über die Nase, nicht über den Mund. Wenn du überwiegend durch den Mund atmest, verlierst du allein durchs Ausatmen zusätzliches Wasser.