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Vorsorge

Eine Atomexplosion überleben, Teil 1

Was ist eine Atomexplosion?

Eine Atomexplosion entsteht, wenn gewaltige Mengen an Hitze, Licht und Energie durch einen Sprengsatz oder eine Bombe freigesetzt werden, die in der Lage ist, nukleare Kettenreaktionen kontinuierlich und mit enormer Geschwindigkeit auszulösen.

Wie du vermutlich weißt, haben einige Staaten (darunter die USA) Nukleartechnologie zu Waffen entwickelt, um mögliche Angriffe feindlicher Staaten abzuschrecken.

Nuklearwaffen existieren seit dem Zweiten Weltkrieg. Historisch wurden Atombomben nur zweimal gezielt zu Kriegszwecken gezündet, beide Male vom US-Militär.

Dieser Beitrag beleuchtet die verschiedenen Ereignisse, die unmittelbar nach einer Atomexplosion ablaufen.

Es gibt viele Arten nuklearer Explosionen; manche dienen zivilen Zwecken, andere sollen offensichtlich massiven Schaden anrichten. Um eine Atomexplosion zu überleben, musst du dich zuerst mit Art und Ausmaß der Zerstörung vertraut machen, die eine solche Explosion verursachen kann.

Was erwartet dich bei einer plötzlichen Atomexplosion?

Das genaue Ausmaß der Zerstörung lässt sich anhand des Waffen- oder Bombentyps berechnen, der die Explosion auslöst.

Eine 5-Megatonnen-Atombombe hätte zum Beispiel die Kapazität, eine Millionenmetropole weitgehend zu vernichten.

Feindselige Organisationen und Staaten haben leider Zugriff auf eine breite Palette nuklearer Waffentechnologien.

Die exakten Schäden nach einer Atomexplosion lassen sich nicht vorhersagen. Deshalb müssen wir uns damit vertraut machen, wie diese Art von Explosion Menschenleben gefährdet und Gebäude zerstört.

  1. Schütze deine Augen. Wer den Ort einer Atomexplosion direkt ansieht, kann vorübergehend erblinden.

Die Augen abzuschirmen ist Pflicht, denn sie sind nicht dafür gemacht, das extreme Licht einer nuklearen Detonation zu verkraften. Das bei einer Atomexplosion freigesetzte Licht kann bis zu fünfzehn Sekunden nach der ersten Detonation anhalten.

  1. Rechne mit Bränden. Eine Atomexplosion erzeugt nicht nur extrem viel Licht. Wo Licht ist, ist auch Hitze.

Die Hitze aus Kernspaltung oder Kernfusion kann Gebäude noch aus einer erstaunlichen Entfernung von gut 30 Kilometern in Brand setzen. Liegt dein Zuhause also nur 8 bis 16 Kilometer von einer Detonation entfernt, musst du mit plötzlichen Bränden im Haus und in der Umgebung rechnen.

  1. Schütze deine Haut. Die menschliche Haut ist extrem empfindlich, und nirgends zeigt sich das deutlicher als bei einer Atomexplosion. Wer nur etwa 24 Kilometer von der Detonation entfernt steht, kann schwerste, entstellende Verbrennungen erleiden, vergleichbar mit dem direkten Strahl eines Flammenwerfers.

Bei rund 29 Kilometern Entfernung, also nur etwa 5 Kilometer mehr, erleidet eine ungeschützte Person im Freien immer noch schwere Brandblasen. Und wer sich auf ein Detonationsgebiet zubewegt, bekommt noch in bis zu 37 Kilometern Entfernung den sogenannten “nuklearen Sonnenbrand”, eine Hautreaktion ähnlich einem Sonnenbrand.

  1. Die Hitzewelle. Die Hitze einer nuklearen Detonation trifft verzögert ein, ähnlich wie der Donner nach einem Blitzschlag. Es kann mehrere Sekunden dauern, bis die Hitzewelle deinen Standort erreicht.

Je weiter du von der Detonation entfernt bist, desto größer die Verzögerung.

Befindest du dich weit vom Detonationsort entfernt (mehr als 30 Kilometer), hast du ungefähr 30 Sekunden bis 1 Minute, um dich vor der Hitzewelle in Sicherheit zu bringen, die schwere Verbrennungen verursachen kann. Suche so schnell wie möglich Deckung!

  1. Rechne mit Gebäudeschäden. Unmittelbar nach einer nuklearen Detonation treten massive strukturelle Schäden auf. Steht ein Gebäude 5 bis 8 Kilometer vom Detonationsgebiet entfernt, wird es vollständig zerstört.

Dächer, Decken, Wände und sämtliche Innenkonstruktionen von Häusern und Gebäuden stürzen ein oder verbrennen. Alles Leben in diesen Gebäuden geht mit hoher Wahrscheinlichkeit gemeinsam mit dem Gebäude verloren.

Alle Häuser in einem Umkreis von etwa 11 bis 24 Kilometern um den Detonationsort sind der nuklearen Druckwelle und enormer Hitze ausgesetzt. Solche Gebäude brauchen umfassende Instandsetzung und Wiederaufbau und sind vermutlich radioaktiv belastet und für Menschen unbewohnbar.

Die genannten Zahlen gelten nur für eine kleinere 5-Megatonnen-Atombombe. Detoniert ein 20-Megatonnen-Sprengsatz, vergrößert sich der Radius schwerer Schäden um rund 20 Prozent.

Diese Schätzung berücksichtigt keine natürlichen Geländeformen wie Täler und Berge.

Steht ein Berg zwischen deinem Zuhause und dem Detonationsgebiet und bist du rund 48 Kilometer davon entfernt, ist es möglich, dass dein Haus nur vergleichsweise leichte Schäden davonträgt. Das Risiko radioaktiver Belastung bleibt jedoch hoch.